Bewertung

Erfolgreiche Value-Anlagestrategien durch risiko- und ratinggerechte Unternehmensbewertung

– Ertragsrisiken, Rating, Kapitalkosten und Aktienrenditen –

Bei der Bewertung von Unternehmen, die insbesondere durch kapitalmarktorientierte Verfahren (z.B. unter Nutzung des CAPM) geprägt ist, werden die Implikationen der durch das Rating ausgedrückten Insolvenzwahrscheinlichkeit und der originären Ertragsrisiken (Variationskoeffizient der Gewinne) meist wenig beachtet. In diesem Beitrag findet eine Verbindung der Bewertungstheorie für unvollkommene Märkte mit der empirischen Kapitalmarktforschung statt. Dabei wird zunächst ausgehend von den geschätzten Gewinnen, der geschätzten Insolvenzwahrscheinlichkeit (Rating) und der Gewinnvolatilität ein fundamentaler, risikogerechter Unternehmenswert und damit ein Wert-zu-Preis-Verhältnis (W/P) berechnet. Die empirische Studie für den deutschen Aktienmarkt zeigt, dass eine „Value-Anlagestrategie“, basierend auf W/P, eine hohe risikoadjustierte Rendite von ca. 9,4% p.a. (bzgl. CAPM) generiert, die auch durch das Fama-French-Modell nicht erklärt werden kann. Anders als bei üblichen Faktormodellen ist keine

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Bewertungen im Rahmen von Managementbeteiligungsprogrammen

Der Beitrag befasst sich mit der Verbreitung der anteilsbasierten Vergütung bei börsennotierten Unternehmen und der bewertungstechnischen Abbildung im IFRS Abschluss von der Gewährung über die Halteperiode bis zum Ausgleich. Hierzu wurden Geschäftsberichte der DAX30 und TecDAX-Unternehmen der Jahre 2014 bis 2016 ausgewertet. Im Beitrag wird zudem herausgearbeitet, welche Auswirkung die gewählte Vergütungsform auf die Profitabilität haben kann und warum dies so bedeutsam ist.

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Die Berücksichtigung von nichtlinearen Effekten bei der Bestimmung der Insolvenzwahrscheinlichkeit

– Methodische Vorgehensweise am Beispiel der Eigenkapitalquote als Einflussfaktor der Insolvenzwahrscheinlichkeit –

Die Ausfall- oder Insolvenzprognose ist insbesondere für Kreditgeber zur Kalkulation einer adäquaten Zinsstruktur und einer ausreichenden Eigenkapitalbasis bedeutsam. Gängige empirische Modelle zur Insolvenzprognose gehen häufig von der Annahme aus, dass die unabhängigen Variablen, z.B. Bilanzkennzahlen, linear auf den Prädiktor bzw. die Insolvenzwahrscheinlichkeit wirken. Anhand der Eigenkapitalquote wird gezeigt, wie nichtlineare Effekte in einem Prognosemodell berücksichtigt werden können. Lenders require an exact bankruptcy prediction of borrowers to calculate appropriate interest rates and the necessary equity level. Commonly used empirical models for bankruptcy prediction assume that the independent variables (for example, key figures obtained from the balance sheet analysis) linearly affect the predictor or the probability of default, respectively. The present study uses the equity ratio to show how nonlinear effects can be included in a model for bankruptcy prediction.

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Zur (Ir-)Relevanz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei der Ermittlung des Verrentungszinssatzes im Lichte des § 304 AktG

– Zugleich eine empirische Analyse der Bewertungspraxis von 2008 bis 2017 –

Der (feste) Ausgleich nach § 304 AktG wird durch Multiplikation eines Verrentungszinssatzes mit dem Ertragswert ermittelt. Dabei entspricht es gängiger Bewertungspraxis, den Verrentungszinssatz – je nach Fallkonstellation – mit einem Mischzinssatz aus Basiszinssatz und Eigenkapitalrendite oder einem um einen „Credit Spread“ erhöhten Basiszinssatz gleichzusetzen. Demgegenüber wird die „volle“ Eigenkapitalrendite als Verrentungsfaktor abgelehnt. Dass die in praxi vorherrschende Vorgehensweise – trotz ökonomischer Stringenz im jeweiligen Einzelfall – sowohl mit dem „stand alone“-Prinzip als auch mit verfassungsrechtlichen Vorgaben im Spannungsverhältnis steht, soll im vorliegenden Beitrag herausgearbeitet werden. Pursuant to § 304 AktG (German Stock Corporation Act), a control and profit and loss transfer agreement must provide for reasonable compensation for the outside shareholders by way of a recurring payment. This guaranteed payment generally results as an annuity on the firm’s equity

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Steady State und Wachstum in der Terminal Value Ermittlung

Dieser Beitrag diskuiert die Vereinbarkeit von Wachstumsannahmen mit dem sog. „Steady State“ bzw. Gleichgewichtszustand in der Unternehmensbewertung. Anhand eines einfachen Modells wird gezeigt, dass die Erreichung dieses Gleichgewichtszustands bei einer gegebenen und im Zeitablauf konstanten Produktionstechnologie nicht möglich ist, da sie konstante Grenzerträge impliziert. Erforderlich ist eine spezielle, kontinuierliche Verbesserung der Investitionsmöglichkeiten. Dieses Ergebnis gilt für reales und inflationsbedingtes Wachstum. Im Gegensatz zu realem Wachstum ist inflationsbedingtes Wachstum wertneutral. This article shows that the standard „steady state“ assumption in corporate valuation requires a very special assumption about the production technology used by the firm: constant average rates of return at a growing asset base. As this is in conflict with decreasing marginal rates of return, the requirement can only be met by assuming a particular imrpovement oft he production technology.

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Multiples und Beta-Faktoren für deutsche Branchen

Der Lehrstuhl Finanzmanagement und Banken an der HHL Leipzig Graduate School of Management ermittelt vierteljährlich Multiplikatoren, Beta-Faktoren und Eigenkapitalkosten für den deutschen Kapitalmarkt und stellt diese auf der Internetseite www.finexpert.info und in CORPORATE FINANCE zur Verfügung. Die Daten zeichnen sich durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit aus. Im Folgenden finden Sie die entsprechenden Daten zum Stichtag 15.01.2018. The Chair of Financial Management at HHL Leipzig Graduate School of Management publishes on a quarterly basis multiples, beta factors, and cost of capital for German industries. The information is available on the website www.finexpert.info and in the professional journal CORPORATE FINANCE. The data is characterized by transparency and traceability; the details of the used calculation methods can be reviewed in „Multiples und Beta-Faktoren für deutsche Branchen – Erläuterungen zu den Kapitalmarktdaten von www.finexpert.info und CORPORATE FINANCE“ in

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Ungenauigkeit in der Unternehmensbewertung bei Verwendung des Basiszinssatzes gemäß FAUB

Im vorliegenden Beitrag wird die Wirkung eines veränderten Basiszinssatzes auf Unternehmenswerte untersucht. Anstatt des vom FAUB/IDW vorgeschlagenen, durchschnittlichen Dreimonatszinssatzes wird ein genauerer, trendadjustierter Zinssatz verwendet und modellhaft das Ausmaß dieser Veränderung im Bewertungskalkül abgeschätzt. Die Ergebnisse zeigen eine Wirkung von bis zu 5% auf die ermittelten Unternehmenswerte.

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Zur „Kunst“ der Verwendung von Bewertungszuschlägen und -abschlägen

In praxi sind bei Ertragswert-, DCF- und Multiplikator-Bewertungen von Unternehmen zahlreiche Wertabschläge oder Wertzuschläge aufgrund bestimmter Eigenschaften von Bewertungsobjekt, Eigentümern oder Markt zu beobachten. Sie werden theoretisch zu begründen versucht und mit empirischem Datenmaterial unterlegt. Zum Teil fließen einzelne dieser Komponenten bei Ertragswert- oder DCF-Bewertungen auch schon vorab in die Prognose der Erträge oder Cashflows oder in die Berechnung des Zinsfußes ein. Beliebt sind Anpassungen wegen Beherrschung, Marktgängigkeit, Marktaufnahmefähigkeit, Größe, Konglomerat und Branche. Eine kritische Analyse zeigt, dass deren theoretische Basis fragwürdig ist und die empirische Evidenz nur auf den ersten Blick vorliegt und ins Nichts zerfließt, wenn man sie genauer studiert. Business valuation practice knows many premiums and discounts in order to modify preliminary calculated discount rates or values. They shall reflect characteristics of owners, like the ability

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