Bewertung

Zur Fragwürdigkeit einer Aktienbewertung auf Basis eines fundamentalen Punktbewertungsmodells

– Einige bewertungstheoretische Anmerkungen zum Beitrag von Engelhardt/Bönner (

Der Beitrag äußert Kritik an dem von Engelhardt/Bönner vorgeschlagenen Punktbewertungsmodell. Die Autoren schlagen einen Methodenpluralismus aus DCF-Verfahren, Multiplikatoren und Kennzahlen vor. Dabei werden die grundlegenden Probleme der Verfahren und ihre Unfähigkeit zur Entscheidungsunterstützung nicht thematisiert. Zudem findet eine u.E. willkürliche Gewichtung der Bewertungsverfahren sowie eine ebenso willkürliche Festlegung von Punktwerten zur Ableitung von Anlageempfehlungen statt. Der vorliegende Beitrag präsentiert ein Alternativkonzept zur Aktienbewertung. This paper criticizes the scoring model proposed by Engelhardt/Bönner. The authors recommend a method mix composed of discounted cashflow approaches, multiples as well as key figures analyses. However, the core problems of these methods and their inability to support investment decisions are not addressed. In addition, there can be found an arbitrary weighting of the valuation techniques and an arbitrary determination of point

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Bestimmung der Eigenkapitalkosten in der Bewertungspraxis

– Eine Analyse von Bewertungsgutachten vor dem Hintergrund relevanter Verlautbarungen und Empfehlungen –

Vor dem Hintergrund der Wertrelevanz der Eigenkapitalkosten im Rahmen von Unternehmensbewertungen werden im vorliegenden Aufsatz 143 Bewertungsgutachten der Jahre 2008 bis 2016 im Hinblick auf die offengelegten Angaben zur Bestimmung der einzelnen Eigenkapitalkostenparameter nach dem CAPM analysiert. Hierbei zeigen sich – trotz bestehender Verlautbarungen für die Bewertungspraxis – die verbleibenden Ermessensspielräume bei objektivierten Unternehmensbewertungen für den Bewerter sowie die teilweise intransparente Berichterstattung zu getroffenen Ermessensentscheidungen. Against the background of value relevance related to the determination of cost of equity the article analyzes 143 valuation reports during the years 2008 until 2016 with regard to the disclosure of the single cost of equity components according to the CAPM and their determination. It shows – despite of communiques and their implications at the practical level – the remaining discretion in case of objectified valuations and

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Country Risk – Cost of Equity Measurement: Methodologies and Implications

Evaluating investments in international (and particularly in emerging) markets often leads to confusion and controversy among academics and practitioners. Various theories propose competing models, whereas practitioners build their own alternatives. Our study provides an assessment of the most widely used methods of assessing country risk and shows that practitioners should carefully choose their country risk model. Current models produce a wide range of cost of equity estimates that can considerably affect management decisions. Investitionen im internationalen Kontext, insbesondere in „Emerging Markets“, stellen Unternehmen weitläufig vor die gleiche Frage: Wie können Länderrisiken bei der Ermittlung von Kapitalkosten richtig abgebildet und Investitionsmöglichkeiten adäquat bewertet werden? Diese methodische Frage ist in der Unternehmenspraxis eine ständige Herausforderung über deren Antwort Unklarheit, bestenfalls Uneinigkeit besteht. Obwohl einige theoretische Ansätze zur Ermittlung

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Multiples und Beta-Faktoren für deutsche Branchen

Der Lehrstuhl Finanzmanagement und Banken an der HHL Leipzig Graduate School of Management ermittelt vierteljährlich Multiplikatoren, Beta-Faktoren und Eigenkapitalkosten für den deutschen Kapitalmarkt und stellt diese auf der Internetseite www.finexpert.info und in CORPORATE FINANCE zur Verfügung. Die Daten zeichnen sich durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit aus. Im Folgenden finden Sie die Daten zum Stichtag 14.07.2017. The Chair of Financial Management at HHL Leipzig Graduate School of Management publishes on a quarterly basis multiples, beta factors, and cost of capital for German industries. The information is available on the website www.finexpert.info and in the professional journal CORPORATE FINANCE. The data is characterized by transparency and traceability; the details of the used calculation methods can be reviewed in „Multiples und Beta-Faktoren für deutsche Branchen – Erläuterungen zu den Kapitalmarktdaten von www.finexpert.info und CORPORATE FINANCE“ in CFB 7/2011 p.

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Status Quo der Unternehmensbewertungsverfahren in der Praxis

Die empirische Analyse zeigt die derzeit vorherrschende Dominanz der DCF-Verfahren im Rahmen der Unternehmensbewertung bei deutschen CDAX-Unternehmen. Das Ertragswertverfahren hat hingegen in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Zur Plausibilitätskontrolle greifen die Unternehmen häufig auf das Multiplikatorverfahren zurück. Es zeigt sich zudem, dass Zukunftsorientierung und internationale Anerkennung die dominierenden Kriterien bei der Auswahl der Verfahren aus Anwendersicht sind. Die Hauptanlässe für die Bewertung sind Unternehmenstransaktionen und die Bewertung der eigenen Aktie. The empirical analysis shows the dominance of the DCF method in the context of company valuation in German CDAX companies. On the other hand, the income approach has become less important. For validity check the companies rely on the multiples method. Furthermore, future orientation and international recognition are the dominant criteria in the selection of processes from the user perspective. The main

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Kapitalisierungszinssätze in der Unternehmensbewertung – Eine empirische Analyse inländischer IFRS-Konzernabschlüsse 2016

Im Zuge der mindestens einmal jährlich vorzunehmenden Überprüfung des Goodwills muss eine bewertungsobjektspezifische Bestimmung des der Unternehmensbewertung zu Grunde zu legenden Zinssatzes erfolgen. Der Beitrag stellt die Fortsetzung des in CF 2016, S. 272-277, veröffentlichten Beitrags „Kapitalisierungszinssätze in der Unternehmensbewertung – Eine empirische Analyse inländischer IFRS-Konzernabschlüsse 2015“ dar. Ergänzend zu dem bereits veröffentlichten Beitrag wird die Entwicklung des Kapitalisierungszinssatzes zur Goodwillbewertung um das Geschäftsjahr 2016 erweitert. According to IAS 36, goodwill must be submitted to an (at least) annual impairment-test, which requires a company-specific discount rate for future cash-flows. Aside from firm-specific factors, macroeconomic and sectoral criteria usually play an important role in determining the relevant rate. This paper analyses both the variety and the development of discount rates, compared to preceding years. This paper is a continuation

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Schätzung erwarteter Marktrisikoprämien mittels impliziter Kapitalkosten

– Ein praxisorientierter Ansatz –

In diesem Beitrag stellen die Autoren ihre Methode zur Schätzung erwarteter Marktrisikoprämien anhand impliziter Kapitalkosten vor. Dabei gibt es zuerst eine Einführung in die zugrundeliegende Theorie impliziter Kapitalkosten, bevor die monatlich durchgeführten Berechnungen im Detail vorgestellt werden. Die Ergebnisse der Berechnungen sind sowohl über www.marktrisikoprämie.de als auch komprimiert als Broschüre, analog zu Fondsbroschüren, abrufbar und werden exemplarisch gegen Ende des Artikels dargestellt. Indem die vorgestellte Methodik die Ableitung zeitvariabler Marktrisikoprämien ermöglicht, lässt sich diese in der Unternehmensbewertung sowohl zur zeitnahen Bestimmung von Marktrisikoprämien als auch von impliziten Betafaktoren auf Branchenebene einsetzen. This article explains the authors’ approach of estimating implied market risk premiums with implied cost of capital. First, the underlying concept of estimating implied cost of capital is introduced. After that, the authors describe

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Sensitivitäten praxisrelevanter Zinsstrukturmodelle zur Bewertung von Zinsänderungsrisiken

Zinsstrukturmodelle bieten eine verständliche und nachvollziehbare Bewertungsgrundlage zur marktzinsabhängigen Risikoanalyse von impliziten Optionen in Bankprodukten. Nachdem die Europäische Bankenaufsichtsbehörde im Jahr 2016 mit der finalen Richtlinie für das Management von Zinsänderungsrisiken aus dem Anlagebuch/Nichthandelsgeschäft die Stresstests zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch angepasst und genauer definiert hat, werden in diesem Beitrag Sensitivitäten praxisrelevanter Zinsstrukturmodelle bei Kalibrierung auf Zinsstrukturkurven mit äußerst hohen Volatilitäten bzw. sehr niedrigen Leitzinsen untersucht. Es zeigt sich, dass viele der bekannten Einfaktoren-Modelle für die Bewertung von Zinsänderungsrisiken bei impliziten Optionen nur eingeschränkt verwendbar sind. Yield curve models support a lucid way to evaluate interest rate risks in implicit options of banking products. The guidelines on the management of interest rate risk arising from non-trading activities of the Committee

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