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Deutschlands Start-ups weiter auf Wachstumskurs


Start-up-Gründer schauen positiv in die Zukunft. | © Sunny studio / fotolia.com

Deutsche Start-ups sind weiter auf Wachstumskurs. Fast 50.000 neue Stellen könnten die jungen Unternehmen im nächsten Jahr schaffen. Die wichtigste Kapitalquelle der Gründer sind eigene Ersparnisse. Aber auch Business Angels gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Start-up-Gründer schauen positiv in die Zukunft: 89,3% der Gründer sind mit der gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden, 76% gehen von einer Verbesserung in den kommenden sechs Monaten aus. Obwohl etwas konservativer als im vergangenen Jahr geplant wird, wirkt sich diese Zuversicht auch auf ihre Rolle als Jobmotoren aus.
Deutsche Start-ups schaffen im Durchschnitt 17,6 Arbeitsplätze, in Berlin sogar 27,7. Sie wollen in den kommenden zwölf Monaten acht neue Mitarbeiter einstellen – somit werden im nächsten Jahr voraussichtlich fast 50.000 neue Stellen in der Start-up-Szene entstehen, das zeigt der Deutsche Start-up Monitor (DSM) der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG. Über 1.000 Start-up-Gründer haben
dieses Jahr an der Studie teilgenommen.

Berlin ist nach wie vor Spitzenreiter

Dabei bleibt Berlin ist nach wie vor DIE Startup-Hauptstadt Deutschlands. Die meisten Start-Ups in Deutschland – etwa ein Drittel – sind hier ansässig. Neben Berlin wurden auch München, Hamburg, die Metropolregion Rhein-Ruhr sowie dieses Jahr auch erstmals Stuttgart-Karlsruhe als Start-up-Cluster untersucht, Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups e.V.: „Die Ergebnisse des
Deutschen Start-up Monitors 2015 machen eines deutlich: die Start-Up sind nicht mehr aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft wegzudenken. Sie werden der Mittelstand von morgen und ich bin sicher, dass sich unter den 6.000 Start-ups in Deutschland heute schon Weltmarktführer von morgen befinden.“

Business Angels sind die wichtigsten externen Geldgeber

Die im Deutschen Start-up Monitor befragten Start-Ups haben mehr als 1 Mrd. € erhalten. Als wichtigste Kapitalquelle bei der Finanzierung nennen die allermeisten Start-up- Unternehmer (79,9%) die eigenen Ersparnisse, gefolgt von der Unterstützung durch Freunde und Familie (32%). Immerhin jeder Fünfte (20%) hat sein Unternehmen unter anderem mit Venture Capital finanziert – jeder Dritte mit der Hilfe von Business Angels (29,7%). Mithin sind die Business Angels die wichtigsten externen Kapitalgeber. „Ohne Business Angels gibt es keine Startup“, sagt Florian Nöll. „Deshalb haben wir uns vehement gegen die geplante steuerliche Mehrbelastung für Business Angels gestellt und sind sehr froh, dass die Bundesregierung statt einem Anti-Angel-Gesetz nun ein Pro-Angel-Gesetz plant.“

(Pressemitteilung KPMG / CF Redaktion)


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