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Starke Partner: Familienunternehmen und Privatinvestoren


Familienunternehmen nutzen das günstige Zinsumfeld verstärkt für Investitionen. Dabei rücken Privatanleger als potenzielle Investoren in den Blick. | © yurolaitsalbert/fotolia.com

Die anhaltende Niedrigzinsphase bietet Familienunternehmen derzeit gute Finanzierungsmöglichkeiten. Gleichwohl ist es für Unternehmen ratsam, angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten den eigenen Finanzierungsmix immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Dabei rücken Privatanleger als potenzielle Investoren in den Blick.

Privatanlegern mangelt es derzeit an Anlagealternativen. Laut einer KPMG-Studie sind 60% der High-net-worth Individuals sind auf der Suche nach Investments mit kalkulierbarem Risiko und angemessener Kapitalrendite. Die Mehrzahl der Familienunternehmen erfüllt genau diesen Anspruch eines angemessenen Chance-Risiko-Profils. Für Familienunternehmen ist die Finanzierung über Family Offices zudem ebenfalls attraktiv. Zwar können Familienunternehmen aufgrund der tendenziell kleineren Finanzierungsvolumina nicht so leicht von Bank auf Kapitalmarkt umstellen wie große Unternehmen. Aber sie können Finanzmittel außerhalb des klassischen Bankenumfelds über den Weg von bedarfsgerechten Finanzierungsinstrumenten kreativ einwerben. Dazu zählen Schuldscheine oder Anleihen, die beide von Family Offices gezeichnet werden.

Alternative Finanzierungsformen können sich für beide Seiten lohnen

Dennoch sind Kreditinstitute für viele Unternehmer immer noch die erste Adresse im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Bei der Hausbank erhalten sie aktuell verlockende Kreditkonditionen. Dabei können kleine und mittlere Unternehmen zunehmend von der Zusammenarbeit mit risikosensiblen Family Offices profitieren: Speziell im Bereich der Immobilienfinanzierung kann sich ein Ausbau der Beziehungen zwischen Privatanlegern und Familienunternehmen für beide Seiten lohnen.

Investments mit kalkulierbarem Risiko und guten Renditeaussichten

Ein Großteil der inhabergeführten Firmen finanziert neue Produktionshallen oder Verwaltungsgebäude häufig noch überwiegend über die eigene Bilanz. Vor dem Hintergrund des derzeit herrschenden Anlagedrucks bietet es sich aber auch an, einen Partner über eine eigens gegründete Gesellschaft mit einzubeziehen. Diese Objektgesellschaft baut die Immobilie, kümmert sich um die Finanzierung und erhält vom Familienunternehmen eine Miete, die den Finanzierungsbedarf und den Renditenanspruch deckt. Hinter der Objektgesellschaft können vermögende Privatpersonen stehen, die Gesellschafter des Unternehmens sowie Family Offices selbst. Im Kontext ihrer Refinanzierung sind Schuldscheine für Familienunternehmen ein zuverlässiges Instrument. Investierende Privatpersonen auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten profitieren im Gegenzug von einem verhältnismäßig attraktiven Zinssatz, der einfachen Dokumentation und dem geringen Ausfallrisiko eines Schuldscheindarlehens.

(Till Karrer, KPMG / CF Readaktion)


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