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Auf dem Weg der Erholung: Zunahme der M&A-Aktivitäten in Europa erwartet


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Laut einer aktuellen Umfrage rechnen 53 Prozent mit einer Zunahme der M&A-Aktivitäten in Europa in den kommenden zwölf Monaten. 71 Prozent der Dealmaker sind der Ansicht, dass Private-Equity-Häuser besser aufgestellt sind als Corporates, wenn es um die Nutzung von coronabedingten Kaufchancen geht.

So das Fazit des neunten „European M&A Outlook“, einer gemeinsamen Studie von CMS und Mergermarket.

Die Studie bietet eine eingehende Analyse der Stimmung am europäischen M&A-Markt. Sie spiegelt das Meinungsbild von 330 Corporates und Private-Equity-Unternehmen mit Sitz in Europa, Nord- und Südamerika sowie in der APAC-Region bezüglich deren Erwartungen für den europäischen M&A-Markt in den kommenden zwölf Monaten wider.

Louise Wallace, Leiterin der internationalen CMS Corporate/M&A Group, erklärt: „PE-Unternehmen müssen das vorhandene Kapital zeitnah investieren. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie dringend aufholen wollen. Während sich Corporates derzeit im Zuge der Lockerung der Corona-Beschränkungen auf die Wiedereröffnung von Büros und Standorten konzentrieren, erwarten wir einen Anstieg der Transaktionen sowohl seitens strategischer Käufer als auch europäischer und US-amerikanischer SPACs, die unter Investitionsdruck stehen.“

Auch wenn Finanzinvestoren in einer besseren Ausgangslage als strategische Käufer sind, rechnet mehr als die Hälfte der Befragten mit einer Zunahme der M&A-Aktivitäten in Europa im Laufe der nächsten zwölf Monate, wobei sowohl Corporates als auch PE-Unternehmen endlich wieder loslegen wollen. Dieses Ergebnis steht im starken Gegensatz zur Umfrage des Vorjahres, als sich 78 Prozent der Befragten auf einen Rückgang der M&A-Transaktionen einstellten.

„Die Corona-Impfkampagne hat sich als Game Changer erwiesen: Kontaktbeschränkungen werden wieder gelockert, was die Erholung des Wirtschaftswachstums unterstützt“, erklärt Stefan Brunnschweiler, Co-Leiter der internationalen CMS Corporate/M&A Group. „Zwar ist die Pandemie noch lange nicht vorbei, dank der Impfprogramme konnten jedoch die Auswirkungen des Virus eingedämmt werden, was Investitionen und eine Rückkehr zum Wachstum ermöglicht hat“, so Brunnschweiler weiter.

Die Assetpreise haben sich in der Pandemie behaupten können und die enormen staatlichen Konjunkturpakete haben Insolvenzen verhindert. Trotzdem schätzt knapp ein Viertel der Umfrageteilnehmer (24 Prozent), dass unterbewertete Targets in den nächsten zwölf Monaten die wichtigsten Buy-Side-Treiber für M&A-Transaktionen sein werden. Fast ebenso viele (22 Prozent) halten Distressed M&A für den wichtigsten Katalysator auf der Verkäuferseite.

Die Pandemie hat auch deutlich gemacht, dass die Unternehmensrentabilität untrennbar mit dem öffentlichen Gesundheitswesen sowie der Stabilität des sozialen Umfelds und der Umwelt verbunden ist. Vor diesem Hintergrund beziehen Dealmaker jetzt ESG-Kriterien in ihre M&A-Strategien mit ein.

Aus Sicht der Befragten steht diese Entwicklung erst am Anfang: 72 Prozent gehen davon aus, dass ESG-Aspekte in den nächsten drei Jahren wichtiger werden, 65 Prozent prognostizieren, dass sich die Due Diligence im selben Zeitraum verstärkt auf ESG-Faktoren konzentrieren wird.

Johan Svedberg, Partner bei CMS Norwegen, kommentiert: „In den letzten 18 Monaten haben viele Unternehmen neidvoll auf die KGV geblickt, die neu notierte ,ESG-Unternehmen‘ am Aktienmarkt Euronext Growth erzielen. In der Folge ist es verstärkt zu Spin-offs und Börsengängen gekommen. Das ,E‘ von ESG ist der gemeinsame Nenner, aber auch das ,S‘ und das ,G‘ müssen berücksichtigt werden.“

Auf Sektorebene zählt Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) zu den Branchen, die wohl auch weiterhin die M&A-Aktivitäten dominieren werden. „Wir erwarten, dass sich im zweiten Halbjahr 2021 das hohe Tempo der M&A-Aktivitäten im TMT-Sektor aus den ersten sechs Monaten des Jahres fortsetzt“, erklärt Ignacio Zarzalejos, Partner bei CMS Spanien. „Deals in diesem Bereich werden weiter zunehmen und TMT wird sich als einer der wichtigsten Sektoren für M&A-Transaktionen herauskristallisieren.“

(Pressemitteilung CMS vom 14.09.2021)


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