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Börse Stuttgart schafft eigene ICO-Plattform


Die Börse Stuttgart will eine Plattform zur Durchführung von Initial-Coin-Offerings und einen digitalen Handelsplatz für Kryptowährungen aufbauen. | © ulchik74/fotolia.com

Die Gruppe Börse Stuttgart hat den Aufbau einer Plattform zur Durchführung von Initial-Coin-Offerings angekündigt. Auch will die zweitgrößte Börse Deutschlands einen digitalen Handelsplatz für Kryptowährungen aufbauen. Der Stuttgarter Börsenbetreiber will dadurch eine durchgehende Infrastruktur für digitale Assets schaffen. Nach dem Start eines regulierten, multilateralen Handelsplatzes für Kryptowährungen Bison sollen zeitnah eine Plattform für Initial Coin Offerings (ICOs)  sowie Lösungen für die sichere Verwahrung entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit will die Gruppe Börse Stuttgart ihre Digitalisierungsstrategie weiter vorantreiben.

Mit Bison wird am zweitgrößten Handelsplatz in Deutschland bereits eine Handelsmöglichkeit entwickelt, die den Marktzugang erleichtert und den gebührenfreien, unkomplizierten und sicheren Handel mit Kryptowährungen ermöglicht. Im Herbst 2018 soll die Kryptohandels-App an den Start gehen. Bison richtet sich an Privatanleger und soll einen möglichst einfachen Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen bieten.

Multilateraler Handelsplatz für Kryptowährungen

Parallel baut die Gruppe Börse Stuttgart einen multilateralen und regulierten Handelsplatz für Kryptowährungen auf. Auf dem Handelsplatz sollen über die neue ICO-Plattform ausgegebene Tokens im Sekundärmarkt gehandelt werden. Dies sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ICOs, so der Börsenbetreiber. Gleichzeitig will man so den Bedarf privater wie institutioneller Anleger nach einem regulierten und vertrauenswürdigen Umfeld für den Handel mit Kryptowährungen decken. Die ICO-Plattform soll die Ausgabe digitaler Tokens erlauben, etwa zur Unternehmensfinanzierung oder zur Abbildung von Rechten und Vermögenswerten. Dabei soll die Plattform die Möglichkeit bieten, ICOs mit standardisierten und transparenten Abläufen durchzuführen. Daneben können laut der Börse Stuttgart dann auch etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum gehandelt werden. Bei der Ausgestaltung der strategischen Vorhaben wurde nach eigenen Angaben eng mit den Gremien und insbesondere den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet. Komplettiert werden soll die Infrastruktur der Gruppe Börse Stuttgart für digitale Vermögenswerte durch Lösungen für die sichere Verwahrung. Diese Services werden differenzierte Sicherheitskonzepte für digitale Assets umfassen und sollen bereits zum Start von Bison verfügbar sein. Die Verwahrung kann später entlang der gesamten Wertschöpfungskette genutzt werden.

(Pressemitteilung Gruppe Börse Stuttgart vom 02.08.2018)


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