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Corona-Schnelltests am Arbeitsplatz: Viele Unternehmen testen selbst

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Eine aktuelle DIHK-Umfrage belegt eine hohe Bereitschaft zur Durchführung von Schnelltests am Arbeitsplatz, zeigt aber auch Hürden auf. | ©Kateryna Kon/123rtf.com

Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen testet Mitarbeiter bereits im Betrieb auf Corona oder plant, dies in Kürze zu tun. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter bundesweit knapp 8.000 Betrieben aller Branchen und Regionen.

Die Erhebung ist Teil der Initiative zur Ausweitung des Testangebots, die die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der DIHK und der Zentralverband des Deutschen Handwerks gestartet haben. Sie soll regelmäßig wiederholt werden.

Beschaffungsprobleme durch fehlende Lieferungen

Der Umfrage zufolge testen aktuell bereits 19% aller Betriebe ihre Belegschaften. Weitere 28% geben an, in Kürze mit Tests im Betrieb zu beginnen. Auf der anderen Seite befinden sich unter denjenigen, die derzeit nicht testen, auch viele Betriebe, deren Beschäftigte komplett im Homeoffice sind bzw. die vom Lockdown betroffen sind.

Zudem stehen die Betriebe in der Praxis noch vor zahlreichen Herausforderungen. So melden 43% derjenigen Unternehmen, die in Kürze testen wollen, Beschaffungsprobleme durch fehlende Lieferungen. Weitere 39% bemängeln zudem fehlende Informationen zum Umgang mit Tests in den Betrieben.

40% der Großunternehmen testen bereits regelmäßig

Je größer die Unternehmen, desto häufiger sind Teststrategien oder entsprechende Pläne bereits vorhanden. Bei den Großunternehmen (ab 1.000 Beschäftigte) gaben 40% der Befragten an, ihre Mitarbeiter bereits zu testen, weitere 39% wollen damit in Kürze beginnen.

Über alle Größenklassen hinweg haben rund die Hälfte der Betriebe noch keine konkreten Pläne für eine Teststrategie. Für fast ein Drittel von ihnen stellt sich die Testfrage allerdings aktuell nicht. Denn 23% der Unternehmen arbeiten ausschließlich im Homeoffice; 9% befinden sich derzeit im kompletten Lockdown. Dort, wo die Belegschaften im Betrieb anwesend sind, ist somit die Testbereitschaft höher, als es im Gesamtergebnis zum Ausdruck kommt.

Viele Unternehmen noch im Lockdown

Zu den derzeit vom Lockdown besonders betroffenen Branchen gehören die Gastronomie, Reisewirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft. So gibt mehr als die Hälfte der Betriebe aus dem Gastgewerbe an, aktuell geschlossen zu haben. In der Reisewirtschaft ist es knapp ein Drittel und in der Kultur- und Kreativbranche ist es immer noch mehr als jeder fünfte Betrieb.

Aus den Zahlen geht zudem hervor, dass Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten überdurchschnittlich stark vom Lockdown betroffen sind. Bei diesen Unternehmen fallen auch die Kosten für die Einführung eines Testkonzepts besonders stark ins Gewicht – so dass damit die Testzurückhaltung in dieser Unternehmenskategorie nachvollziehbar ist.

Die kompletten Ergebnisse der DIHK-Startumfrage zu Corona-Tests finden Sie hier zum Download:

(Pressemitteilung Deutscher Industrie- und Handelskammertag vom 22.03.2021)


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