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Die Erfolgsfaktoren von Familienunternehmen


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Kräftigeres Wachstum und höhere Renditen sind Merkmale von Unternehmen in Familienbesitz und stützen die Aktienkursentwicklung. Der Report „The CS Family 1000“ untersucht die Gründe dafür.

Familienunternehmen – Unternehmen, an denen die Gründer oder deren Nachkommen mindestens 20% Kapital- oder Stimmrechtsanteil besitzen – erzielen ein stärkeres Umsatzwachstum als ihre Konkurrenten, die nicht in Familienbesitz sind. Der Report stellt fest, dass das höhere Umsatzwachstum über alle wichtigen Regionen hinweg relativ robust ist. Das bildet die Grundlage für ein generell höheres Ertragsergebnis, was wiederum die Kursentwicklung der Aktien unterstützt. Neben einem höheren Umsatzwachstum ist bei Unternehmen in Familien- oder Gründerbesitz den Ergebnissen zufolge auch eine bessere Profitabilität festzustellen.

Konservativere Bilanzen

Die Bilanzen von Familienunternehmen weisen in der Regel eine geringere Verschuldung auf. Diese inhärente Risikoaversion zeigt sich auch in unseren neuesten Daten. Das führte zu einem gewissen Schutz in der Finanzkrise, und auch in den Jahren nach der Krise konnten diese Unternehmen ihre Verschuldung wesentlich schneller reduzieren.

Die Kombination aus kräftigerem Umsatzwachstum, höheren Margen und einer geringeren Abhängigkeit von externer Finanzierung ihres Wachstums legt nahe, dass Familienunternehmen auch bessere Cashflow-Renditen generieren. Und in der Tat deutet unsere Analyse darauf hin, dass dies der Fall ist.

Höhere Aktienbewertung

Eine bessere Rentabilität, eine konservative Finanzstruktur sowie eine gute Bonität werden in den meisten Fällen mit einer höheren Aktienbewertung belohnt. Familienunternehmen werden seit jeher tendenziell mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber ihren nicht familiengeführten Mitbewerber gehandelt.

Gründe für die besseren Kennzahlen

Es bleibt jedoch die entscheidende Frage, warum Familienunternehmen bessere Finanzkennzahlen generieren, die dann für eine Outperformance gegenüber dem breiteren Markt sorgen. Unsere Studie aus dem letzten Jahr suggerierte, dass Familienunternehmen einen längerfristigen Horizont haben. Diese Erkenntnis wurde aus der Umfrage gewonnen, die wir mit einigen Unternehmen aus unserem Universum durchgeführt haben. Ein wesentliches Merkmal war eine verstärkte Ausrichtung auf den Bereich Forschung und Entwicklung.

Im diesjährigen Bericht wollten wir die Art dieser längerfristigen Ausrichtung genauer untersuchen. Zu diesem Zweck haben wir in Bezug auf familien- und nicht familiengeführte Unternehmen konkret die folgenden vier verschiedenen Finanzkennzahlen untersucht, die unserer Ansicht nach als Indikatoren einer längerfristigen Ausrichtung fungieren:

  • Investitionsausgaben im Verhältnis zu den Abschreibungen: Unternehmen, die weniger als ihren jährlichen Abschreibungsaufwand investieren, entwickeln – bei ansonsten unveränderten Faktoren – ihre Vermögensbasis langfristig eindeutig nicht so stark weiter wie Unternehmen, die mehr als ihren Abschreibungsaufwand investieren. Die Daten deuten darauf hin, dass Familienunternehmen in allen wichtigen Regionen mehr als ihre jährlichen Abschreibungen für Investitionsausgaben verwenden und dass zudem das Verhältnis höher ist als bei Nicht-Familienunternehmen.
  • Höhere Bruttoinvestitionen: Langfristig orientierte Unternehmen weisen zudem häufig eine insgesamt höhere Investitionsintensität im Verhältnis zu ihrer Vermögensbasis auf. Tatsächlich legen historische Daten zu unseren familien- und nicht familiengeführten Unternehmen höhere Bruttoinvestitionen bei Ersteren nahe.
  • Forschung und Entwicklung als Prozentsatz des Umsatzes: Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind automatisch langfristiger Natur. Wir sind überzeugt, dass ein höheres Mass an Ausgaben in diesem Bereich zumindest vermuten lässt, dass das Management eines Unternehmens längerfristig orientiert ist. Die Daten deuten darauf hin, dass familiengeführte Unternehmen in den USA und Asien (ohne Japan) tatsächlich einen grösseren Teil ihrer Umsätze in die Forschung und Entwicklung investieren.
  • Ausschüttungen als Prozentsatz des Cashflows: Auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Unternehmen investieren intern generierte Cashflows eher in ihre Geschäftstätigkeiten, als die Gelder für Rückkäufe oder Dividenden zu verwenden. Die für unser Universum vorliegenden Daten zeigen klar, dass Unternehmen in Familienbesitz in allen wichtigen Regionen einen geringeren Anteil ihrer Cashflows für Rückkäufe verwenden.

Langfristige Ausrichtung ist entscheidend

Unsere Berechnungen für alle Kategorien mit Bezug auf eine «langfristige Ausrichtung» weisen eindeutig darauf hin, dass Familienunternehmen in der Tat eine längerfristige Anlagephilosophie haben.

Eine längerfristige Anlageausrichtung verschafft Unternehmen Flexibilität, sich von der vierteljährlichen Gewinnpublikation zu lösen und stattdessen auf zyklusübergreifende Wachstumsraten, Margen und Renditen konzentrieren zu können. Zudem ermöglicht sie ihnen ein ausgeglicheneres Cashflow-Profil, wodurch der Bedarf an Fremdfinanzierung sinkt. All dies trägt zu der seit 2006 anhaltenden Outperformance der Aktienkurse von Familienunternehmen bei.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Credit Suisse vom 10.09.2018)

 


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