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ESG: Was sind Frameworks?


Investoren und andere Stakeholder fordern von Unternehmen, ESG-Informationen offenzulegen. Doch welche Informationen sollen das sein? Die Antwort darauf geben die sog. ESG-Frameworks. | ©Elnur Amikishiyev/123rf.com

Investoren und andere Stakeholder fordern von Unternehmen, ESG-Informationen, also Informationen aus den Bereichen „Environment Social Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, offenzulegen. Doch welche Informationen sollen das sein? Die Antwort darauf geben die sog. ESG-Frameworks.

Anders als bei den klassischen Berichtsformen, die man zum Beispiel aus den jährlichen Geschäftsberichten kennt, gibt es beim Thema ESG noch keine einheitlich anerkannte Form der Berichterstattung, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird.

Was versteht man unter ESG-Frameworks?

In diese Definitionslücke sind deshalb Anbieter sog. ESG-Frameworks vorgestoßen. Ihr Ziel ist es, das Reporting von Unternehmen vergleichbar zu machen. So können die Leser eines ESG-Berichts, z.B. Investoren oder Kunden, die verschiedenen Unternehmen besser miteinander vergleichen – und auf dieser Basis eine fundiertere Einschätzung zur ESG-Leistung eines Unternehmens treffen. Gleichzeitig hilft ein Bericht, der nach einem bekannten Framework strukturiert ist, den Lesern dabei, sich schneller darin zurechtzufinden.

Das bekannteste Framework: Die Global Reporting Initiative (GRI)

Bereits 2007 hat die schwedische Regierung Nägel mit Köpfen gemacht: Sie verpflichtete alle staatlichen Unternehmen gesetzlich, ein ESG-Reporting aufzusetzen – und das Framework der Global Reporting Initiative (GRI) zu nutzen. Zehn Jahre nach der Gründung war das ein großer Ritterschlag für die GRI-Standards, die zuletzt populärer wurden: Über 90% der Unternehmen aus dem DAX und MDAX nutzten sie für ihre ESG-Berichte 2019, wie die ESG-Studie 2020 der Investor Relations Agentur Cometis herausfand. Die GRI hat sich somit als allgemeines Reporting-Framework bei den meisten großen Unternehmen weltweit durchgesetzt.

Die GRI-Standards entsprechen einem großen Lexikon mit Nachhaltigkeitsbegriffen, entlang derer Unternehmen sich entlanghangeln können, um ihren ESG-Bericht zu strukturieren. Unternehmen können, müssen aber nicht, zu allen Punkten, die in den GRI-Standards aufgezählt werden, Stellung nehmen. Denn manchmal fehlen Unternehmen belastbare Informationen zu einigen Themenbereichen. Dann reicht eine kurze Erklärung, dass die Information nicht vorliegt oder nicht zutrifft.

Frameworks über Frameworks – welche sind wichtig, welche nicht?

Neben GRI gibt es noch zahlreiche weitere ESG-Frameworks im Markt, die jeweils einen anderen Aspekt des ESG-Reportings im Auge haben. IR, SASB, TCFD und UNGC sind an dieser Stelle nur vier Namen, die jeder IR-Verantwortliche zumindest schon einmal gehört haben sollte. Welches Framework für ein Unternehmen passt und in welchem Umfang es angewendet werden soll, muss jedes Unternehmen individuell prüfen.

(Pressemitteilung Cometis vom 08.01.2021)


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