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Institutionelle Investoren wollen Private Equity-Investments ausbauen


Immer mehr Institutionelle setzen auf Private Equity. | © pichetw/fotolia.com

Institutionelle Investoren in Deutschland sind in hohem Maße zufrieden mit ihrem Engagement in Private Equity, haben ihre Anlagen in dem Bereich zuletzt ausgebaut und planen in Zukunft eine weitere Erhöhung.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) unter deutschen institutionellen Investoren und Family Offices. 45 Institutionen hatten sich an der Umfrage beteiligt und haben unter anderem Einblick in den Umfang und die Gründe ihres Private Equity-Engagements sowie über die verfolgten Investmentstrategien gegeben.

Zusammen verwalten die befragten Investoren mehr als 1.200 Mrd. € Anlagekapital. Die Mehrheit der Befragungsteilnehmer sind Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen. Daneben beteiligten sich aber auch Family Offices, Private Equity-Dachfonds, Banken, Stiftungen und Unternehmen. „Jeweils neun von zehn Investoren nannten die erwarteten Renditechancen und die Diversifizierung ihres Portfolios als wichtigste Anlagemotive“, so Peter Hielscher, BVK-Vorstandsmitglied und Head of Alternative Investments der Talanx Asset Management.

Institutionelle Investoren sehr zufrieden mit PE-Investments

Immer mehr Institutionelle setzen auf Private Equity. Fast 70 Prozent der Befragten berichten von zuletzt gestiegenen Private Equity-Anteilen im Portfolio. Nur bei 13 Prozent ist der Private Equity-Anteil seit 2013 gesunken. „Nicht zuletzt durch die weltweite Niedrigzinssituation suchen institutionelle Investoren nach attraktiven, renditeträchtigen Anlagen. Dabei ist Private Equity verstärkt in den Fokus gerückt“, kommentiert Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied, die Entwicklung in den letzten Jahren.

Die erwirtschafteten Renditen scheinen diese Entwicklung zu bestätigen, denn die Zufriedenheit der Investoren mit ihren Private Equity-Anlagen ist ausgesprochen hoch. Alle Befragungsteilnehmer zeigten sich mit der Performance ihres Private Equity-Portfolios sehr zufrieden oder zufrieden. „Keiner der Investoren äußerte sich unzufrieden und sogar zwei Drittel waren sehr zufrieden. Dies ist ein sehr erfreuliches Zeugnis“, fasst Hinrichs zusammen.

Dies schlägt sich auch in den weiteren Planungen nieder. Mehr als die Hälfte der Investoren (55 Prozent) will ihre Private Equity-Allokation in den kommenden ein bis zwei Jahren weiter ausbauen, weitere 40 Prozent zumindest beibehalten. „Es ist davon auszugehen, dass Private Equity in den nächsten Jahren weiter an Zuspruch gewinnen wird“, blickt Hielscher voraus.

Weitere Ergebnisse der Befragung:

  • Die befragten Investoren verfügen über einen langjährigen Erfahrungsschatz bei Private Equity-Anlagen. Im Durchschnitt sind sie seit 15 Jahren in der Anlageklasse engagiert, in Venture Capital rund 11 Jahre.
  • Fast die Hälfte der Befragten hat aktuell weniger als 3 Prozent ihrer Anlagen in Private Equity investiert. Die Private Equity-Allokation innerhalb der Anlageportfolios zeigt große Unterschiede. So fällt bei Family Offices, Stiftungen oder bei Dachfonds der Private Equity-Anteil relativ hoch aus und überschreitet regelmäßig die 5%-Grenze. Bei Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen liegt dieser deutlich niedriger.
  • Nahezu alle Befragten nutzen für ihr Engagement Beteiligungen an Private Equity-Fonds. Gut die Hälfte ist über Private Equity-Dachfonds (Fund of Funds) engagiert und immerhin ein gutes Drittel über direkte Unternehmensbeteiligungen, etwa im Zuge von Co-Investments mit ihren Zielfonds.
  • Vor allem Buy-Outs stehen im Fokus. 90 Prozent sind im Bereich kleiner und mittlerer Buy-Outs engagiert, drei Viertel bei Large Buy-Outs. Immerhin 71 Prozent der Befragten verfügen über Beteiligungen im Venture Capital- oder Growth-Segment. Fast zwei Drittel sind an Sekundärfonds beteiligt.
  • Neun von zehn Investoren nannten die nachweisbare Qualität und Erfahrung des Fondsmanagements sowie eine nachvollziehbare Investitionsstrategie auf die Frage nach den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl ihrer Private Equity-Zielfonds. Angemessene Vergütungsstrukturen werden von fast 60 Prozent angeführt. Ein positiver Track Record in der Vergangenheit wurde nur von einem Viertel genannt.

(Pressemitteilung BVK vom 02.08.2017)


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