• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • M&A-Marktreport: Autotech-Branche erneut im Aufschwung

19.03.2021

M&A-Marktreport: Autotech-Branche erneut im Aufschwung

Beitrag mit Bild

© Tim/Fotolia.com

Die M&A-Aktivitäten im Autotech-Sektor befinden sich wieder im Aufschwung, so der neueste Hampleton Partners M&A-Marktreport. Entgegen negativer Erwartungen hat das Transaktionsvolumen in der zweiten Jahreshälfte 2020 deutlich zugelegt: Insgesamt wurden 50 Deals abgeschlossen, was einem Anstieg von 25% gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 (40 Deals) entspricht. Damit erreicht die Zahl der Transaktionen ihren höchsten Stand seit dem zweiten Halbjahr 2017.

Die Absatzzahlen im Automobilmarkt haben sich insgesamt deutlich schneller erholt, als Anfang 2020 prognostiziert, woraus die Experten von Hampleton positive Impulse für die weiteren M&A-Aktivitäten ableiten.

SPACs unter den Spitzenreitern

Unter den größten geschlossenen Deals traten vor allem Special Interest Acquisition Companies (SPACs) in Erscheinung: Die größte Akquisition im Bereich Autotech war die Übernahme von Luminar Technologies durch Gores Metropoulos für 3,4 Mrd. USD im August 2020, woraufhin das Unternehmen an der Nasdaq gelistet wurde. Luminar Technologies bietet fortschrittliche, hochauflösende Lidar- und Wahrnehmungssysteme mit großer Reichweite an, die einen sicheren autonomen Transport ermöglichen.

Eine weitere Top-Akquisition war die Übernahme des „System-on-Chip“-Herstellers Ay Dee Kay, mittlerweile bekannt als Indie Semiconductor, für 1,5 Mrd. USD durch SPAC Thunder Bridge. Die integrierten Halbleiter- und Softwarelösungen von Indie Semiconductor bilden die Grundlage für neue Automobilanwendungen.

Auswirkungen von Covid-19 auf die Automobilindustrie 2020

Covid-19 hat die Automobil-Lieferkette und verschiedene strategische Akteure in der ersten Hälfte des Jahres 2020 hart getroffen. Als sich die Coronavirus-Krise ausbreitete, sah sich die Automobilindustrie mit einer eingeschränkten Lieferkette konfrontiert, da der Zugang zu Teilen und Rohstoffen, die aus China bezogen werden, begrenzt war. Gleichzeitig erlebte der Markt einen drastischen Nachfragerückgang, da der Absatz angesichts von Arbeitslosigkeit und finanzieller Unsicherheit einbrach.

Die EU musste im Jahr 2020 einen Rückgang der Pkw-Neuzulassungen von 24% hinnehmen. Frankreich, Italien und Spanien, die alle stark von der Covid-19-Pandemie betroffen waren, erlitten 2020 überdurchschnittliche Absatzrückgänge von jeweils 26, 28 und 32%.

Deutschland, mit dem größten Automobilmarkt der EU, welches die Pandemie über weite Strecken des Jahres 2020 gut im Griff hatte, verzeichnete einen Rückgang der Zulassungen um „nur“ 19%.

Autotech M&A-Markt erlebt Aufschwung im zweiten Halbjahr 2020

Die zweite Hälfte des Jahres 2020 hob sich im Automobilsektor deutlich von der ersten ab. Die Autoverkäufe entwickelten sich besser als in den Prognosen Anfang 2020 angenommen. Miro Parizek, Principal Partner bei Hampleton Partners, erklärt: „Letztendlich hat die Einführung des Impfstoffs, die Ende 2020 begann, dem Automobilmarkt nach pandemiebedingten Einschränkungen und einem Produktivitätsrückgang etwas Hoffnung gegeben. Dieser neu entdeckte Optimismus, gestützt durch stabile Verbraucherausgaben und mit billigem Fremdkapital finanzierte Käufe, hat sich in Marktvertrauen umgesetzt.“

Automobilabsatz hat sich schneller erholt als erwartet

Was von Beobachtern als monumentaler Rückgang vorhergesagt worden war, entpuppte sich laut der Studienautoren eher als kurzfristiger Einbruch. Die Autoverkäufe in China erholten sich mit phänomenaler Geschwindigkeit, und die Autoverkäufe in Europa kehrten in der zweiten Jahreshälfte 2020 auf ein normaleres Niveau zurück, mit einem Aufschwung im Sommer 2020. Die Experten von Hampleton glauben, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird und die Autoindustrie dazu zwingt, sich wieder auf Fortschritte in Forschung, Entwicklung und Technologie zu konzentrieren, was allesamt die M&A-Aktivität vorantreiben wird.

Der „Hampleton Partners‘ Autotech M&A Market Report 1H2021“ kann hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung Hampleton Partners vom 18.03.2120)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Peter38 / fotolia.com

23.07.2026

Strukturkrise der Chemieindustrie verschärft sich

Europas Chemieindustrie läuft seit Jahren im Krisenmodus: Zwischen 2020 und 2025 lag die Auslastung deutlich unter dem Niveau der Vorperiode. Für mehr als 100 Anlagen in Europa wurde in den vergangenen drei Jahren die Schließung oder der Verkauf angekündigt. Es sind vor allem internationale Konzerne, die Europa den Rücken kehren, wie eine neue Analyse der

Strukturkrise der Chemieindustrie verschärft sich
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

22.07.2026

M&A-Aktivität in Transport und Logistik trotzt geopolitischen Unsicherheiten

Die weltweite Transport- und Logistikindustrie bleibt trotz geopolitischer Spannungen auf Wachstumskurs; aber die M&A-Aktivitäten werden deutlich selektiver. Im 1. Halbjahr 2026 wurden laut dem aktuellen „Transport & Logistics Barometer“ von PwC Deutschland und Strategy& weltweit 105 Transaktionen mit einem Volumen von jeweils mindestens 50 Mio. US-Dollar angekündigt. Im Vorjahreszeitraum waren es 108 Deals. Der Gesamtwert

M&A-Aktivität in Transport und Logistik trotzt geopolitischen Unsicherheiten
Meldung

© Sergey Nivens/fotolia.com

21.07.2026

Konjunkturerwartungen steigen kräftig

Im Juli steigen die Erwartungen erneut kräftig an. Der ZEW-Index steigt um 15,8 Punkte stark an und beträgt nun plus 26,3 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Anstieg, wenn auch in einem geringeren Ausmaß. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,6 Punkten um plus 3,4 Punkte über dem Vormonatswert. Reformpaket

Konjunkturerwartungen steigen kräftig
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)