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Nachhaltigkeit und Pandemie treiben digitale Transformation: Digitalisierung für Immobilienwirtschaft zunehmend existenzsichernd


Die Automatisierung durch digitale Technologie sichert langfristig die Existenz von Unternehmen in der Immobilienwirtschaft, das sagen mehr als 90% der Befragten im Rahmen der aktuellen Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss, dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. | © photo 5000 / fotolia.com

Die Automatisierung durch digitale Technologie sichert langfristig die Existenz von Unternehmen in der Immobilienwirtschaft, das sagen mehr als 90% der Befragten im Rahmen der aktuellen Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft.

Der Aussage, dass der sich immer weiter verschärfende Fachkräftemangel zumindest teilweise durch Automatisierung ausgeglichen werden kann, stimmt rund die Hälfte der Befragten zu. Zudem sind sich die Studienteilnehmer weitgehend einig, dass sich Mitarbeitende dank Automatisierung vermehrt wertschöpfenden Aufgaben und Tätigkeiten widmen können.

Mehrheit der Befragten identifiziert hohe Automatisierungspotenziale

Angesichts des demografischen Wandels und des sich absehbar verschärfenden Fachkräftemangels kommt der Automatisierung für Immobilienunternehmen eine Schlüsselrolle zu, erklären die Studienautoren. Automatisierung müsse künftig mehr als Chance denn als Gefahr für Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze gelten. Nicht zuletzt auch die zwingend notwendige Transformation der Branche im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen und konstant steigende regulatorische Anforderungen erfordere eine digital gestützte Automatisierung der Unternehmensabläufe, so die Analyse von EY und ZIA.

Immobilienwirtschaft birgt immenses Automatisierungspotenzial

Besonders hoch schätzen die Befragten das Automatisierungspotenzial im Bereich der Rechnungsverarbeitung (78%) und der Verwaltung des Zahlungsverkehrs (69%) ein. Ebenfalls vielversprechende Automatisierungsmöglichkeiten sehen sie in der Datenübertragung zwischen Systemen (67%), dem Reporting (62%), dem Controlling (55%) und der Dokumentenanalyse (54%). Weiteres Potenzial liegt nach den Ergebnissen der Studie in der Mieterkommunikation (24%), der Bewertung (22%), der Vermarktung (19%) und Predictive Maintenance (16%). Das geringste Automatisierungspotenzial wird laut der Digitalisierungsstudie im Bereich der Bauausführung gesehen (4%).

„Einzelne Arbeitsschritte zu automatisieren, wirkt auf den ersten Blick oft trivial, erklären die Studienautoren. Wenn aber ganze Teilprozesse bis hin zu Prozessketten weitestgehend automatisch ablaufen, entfalte sich durch die große Menge und die hohe Frequenz von Vorgängen in der Branche und in jedem einzelnen Unternehmen eine immense Wirkung.

Investitionstätigkeit stagniert

Bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist auch, dass sich die Ausgaben für Digitalisierungsmaßnahmen einpendeln: Mehr als 50% der befragten Unternehmen investieren zwischen 1 und 5% ihres Umsatzes in die Digitalisierung. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich damit zunächst nicht fort, stellen die Autoren der Studie fest. Gleichzeitig habe die Branche allerdings eine gewisse Reife erreicht, der Stand der Automatisierung liegt jedoch noch deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Wenn 40% der Befragten angeben, dass der Anteil der bereits automatisierten Prozesse lediglich bei maximal 10% liege, dann gibt es noch viel zu tun. Laut der Studienautoren müsste die Zahl der Unternehmen, bei denen der Anteil der bereits automatisierten Tätigkeiten jetzt schon bei immerhin zwischen 11 und 20% liegt, weiter ausgebaut werden.

Weitere Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

– Das größte Digitalisierungspotenzial wird mit jeweils 17% in den Gebieten Property Management und Energiedienstleistungen gesehen. Beide Bereiche hatten noch im Vorjahr nur einstellige Zustimmungsraten erreicht.

– Nachhaltigkeit ist aus Sicht der Befragten ein besonders starker Treiber für die digitale Transformation: 97% von ihnen stimmten der Aussage zu, dass Datentransparenz die Chancen erhöhe, ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in das Geschäft zu integrieren. Zudem herrscht Einigkeit darüber, dass digitale Technologien und Anwendungen (96%) sowie Daten und deren Auswertung (95%) der Schlüssel für ein professionelles ESG-Management sind.

– Ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, dass die Corona-Pandemie als Treiber der Digitalisierung ihres Unternehmens wirkt. Rund 70% der Befragten gaben zudem an, dass die Pandemie zum Anlass genommen wurde, sich stärker mit der Digitalisierung im Unternehmen auseinanderzusetzen.

Für die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in Folge vorgelegte Digitalisierungsstudie wurden im Sommer 2021 insgesamt rund 220 Mitarbeitende von privaten wie auch öffentlichen Unternehmen mit Bezug zur Immobilie befragt. Die Teilnehmerstruktur bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft ab. Ein anteiliger Schwerpunkt liegt in diesem Jahr bei Immobilieninvestoren und Bestandshaltern (26%) sowie Asset-Managern (18%), gefolgt von Projektenwicklern und Beratern/Vermittlern (jeweils 10%). Hinsichtlich der Umsätze weist die Teilnehmerstruktur mit 45% einen deutlichen Schwerpunkt bei besonders umsatzstarken Unternehmen (mehr als 250 Mio. € pro Jahr) auf.

Die Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss kann hier angefordert werden.

(Pressemitteilung EY vom 19.08.2021)


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